Ísland 2010, Teil II

Vestfjarðarferð Fornbílaklubbunnar

22. Juli - 07. August

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22. Juli: im Anflug

 

Radmuttern im Handgepäck ....? Die Dame schaut bei der Handgepäckkontrolle in Fuhlsbüttel etwas schräg, aber was soll man machen? Ein Ersatzrad ohne passende Radmuttern nutzt nix, und die Radmuttern der Alufelgen passen nun mal nicht auf's Ersatzrad. 

 

Der Flieger von SAS ist schnell in Kopenhagen, von hier geht's mit Icelandair weiter nach Keflavík. Hoffentlich steht der Granada noch wohlbehalten in Grindavík. So ganz koscher waren mir die Leutchen nicht, bei denen ich den Granada vor vier Wochen abstellte. Den Schlüssel hab ich nur sehr, sehr ungern aus der Hand gegeben. Heute Abend bin ich schlauer ...

 

mit Icelandair irgendwo zwischen Kopenhagen und Keflavík

 

im Landeanflug, Breiðamerkurjökull und Jökulsárlón

 

Der Vogel landet pünktlich in Keflavík, und die Abholung vom Hotel NLI funktioniert auch. Checke zunächst im Hotel ein, dann gibt es den entscheidenden Anruf in Grindavík. Ja, alles gut, ich kann den Wagen noch heute Abend abholen. Lasse mich nach dem Abendbrot vom Hotel nach Grindavík fahren, hinunter in den Hafen. 

 

Schnell die Batterie angeklemmt, etwas Bier an die Vermieter verteilt, ein paar Mal den Anlasser georgelt, und der Sechszylinder springt an, als sei nix gewesen. Mir fällt ein kleiner Lavabrocken vom Herzen. Fahre zurück zum Hotel, packe den Wagen für morgen zurecht und ziehr mich mit einem Absacker auf's Zimmer zurück.

 

 

23. Juli: der erste Tag auf Tour

 

Gegen Mittag treffen sich die Teilnehmer an der einwöchigen Rundreise durch die Westfjorde in Reykjavík vor dem Klubhaus am Rafstöðvarvegur. Das Feld ist bunt gemischt, nachfolgend Bilder einiger der teilnehmenden Fahrzeuge:

 

Þórður, Saab 9000 Turbo, Baujahr 1986

 

 

Einar, Dodge Weapon M43, Baujahr 1953

 

Andreas, Ford Granada Turnier Ghia, Baujahr 1980

 

Gunnar Örn, Mercedes Benz 300 GD, Baujahr 1980

 

Steingrímur, Mercedes Benz 180, Baujahr 1959

 

Magnús, Ford Popular, Baujahr 1953

 

Die Fahrt führt zunächst über die 1 nach Norden bis zur Raststätte Staðarskáli; einen längeren Stop gibt es unterwegs nur in Borgarnes an der Tankstelle N1. In Staðarskáli gibt es was zu futtern, anschließend verabschieden sich all' jene, die nicht mit in die Westfjorde fahren, sondern ins Wochenende Richtung Akureyri.

 

Wie nehmen von Staðarskáli die 68 am Hrútafjörður entlang Richtung Hólmavík. Das finden wir gar nicht gut, die Strecke ist größtenteils geschottert und nicht gut in Schuß. Zum Glück regnet es nicht. Ganz im Gegenteil, es herrscht strahlender Sonnenschein, die Piste ist staubig. Trotzdem wäre uns die 60 lieber gewesen ...

 

Es ist schon spät, als wir Hólmavík erreichen; vor dem Ort gibt es noch einen kurzen Stop vor dem Friedhof ( warum auch immer ... ), dann geht's auf den Campingplatz im Ort. Der Platz ist brechend voll, es bleibt nur die Wiese direkt an der Hauptstraße gegenüber dem Kaupfélag. Uff, am Liebsten hätten wir uns sofort nach Asparvík abgesetzt. Das ist hier wie auf dem Präsentierteller.

 

Aber egal, nun sind wir einmal mit dem Klub unterwegs, da heißt es "Arschbacken zusammen". Suchen uns eine einigermaßen passable Liegelage direkt oberhalb der Hauptstraße, setze mich dann zu Þórður und seiner Frau zum Abendbrot. 

 

 

Stop vor dem Friedhof von Hólmavík, vorn der 55er Chevy Bel Air von Jörundur

 

abends auf dem Campingplatz von Hólmavík

 

Campingplatz Hólmavík, links der 80er Ford Econoline von Sigurjón

 

Campingplatz Hólmavík, links der 92er Chrysler New Yorker Salon von Sigurbjörn

 

24. Juli: gamla Sildverkssmiðjunni í Djúpuvík 

 

auf dem Weg nach Djúpavík, Pause an der Kaldbaksvík

 

auf dem Weg nach Djúpavík, Pause an der Kaldbaksvík

 

vor dem Hotel Djúpavík, die G-Benze von Bjarni, Rúnar und Gunnar ( von links )

 

Djúpavík

 

 

 

in der alten Heringsfabrik

 

in der alten Heringsfabrik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ási vor seinem 123er

 

Djúpavík, Suðurland

 

abends auf dem Zeltplatz von Reykjanes

 

 

25. Juli: Garðsstaðir og fornbílasýning á Ísafjörð

 

Nach dem ausgiebigen Bad gestern Abend im wohl flachsten Schwimmingpool Íslands dauert es heute noch länger, bis wir in die Gänge kommen. Trotzdem der Platz hier an der alten Schule brechend voll ist, geht es doch ungemein ruhig zu, alle machen Ferien und lassen es sich gutgehen. Wir starten wieder recht spät, typisch ísländisch :o) 

 

Das Wetter meint es wieder gut mit uns, weiterhin kein Regen in Sicht, nur mehr Wolken als gestern. Über die neue 61, welche an Reykjanes vorbei den Reykjarfjörður, die Halbinsel Vatnsfjarðarnes sowie den Mjóifjörður westlich davon abkürzt, zuckeln wir in der Kolonne dem ersten Ziel des Tages entgegen, dem Schrottplatz auf dem Hof Garðsstaðir. Der Hof liegt an der Ögurvík gleich neben der 61, mit traumhaftem Ausblick auf das Djúp und die gegenüber liegende, verlassene Küste Snæfjallaströnd.

 

Stop auf Garðsstaðir

 

 

Nach einem kurzen Stop an der Kirche von Ögur gegenüber des Hofes Garðsstaðir ist Litli-Bær am Skötufjörður das nächste Ziel; der Ende der 60er verlassene Hof ist heute als Museum hergerichtet, im Sommer kann man zu Kaffee und Kuchen einkehren. Was wir heute auch machen ... Anders als die meisten anderen alten Gehöfte Íslands wurden auf Litli-Bær für den Bau der Wände kein Torf oder Grassoden verwendet, sondern das in flache Platten verwitterte Gestein der Umgegend. In gleicher Bauweise sind auch die alten Wiesen des Hofes eingefriedet.

 

vor Litli-Bær am Skötufjörður

 

Ein paar Fjorde später ist Ísafjörður erreicht, wir rollen langsam in den Ort und an der Tankstelle vorbei auf den Plan zwischen dem Hafenbecken und der Suðurgata. Offenbar werden wir schon erwartet, Klubmitglieder aus Ísafjörður haben ihre Schätzchen aus den Garagen geholt und entlang der Hafenmole aufgestellt. Wir stellen uns dazu unten läuten damit den gemütlichen Teil des Nachmittags ein.

 

Einige unseres Trupps geht essen, andere klönen mit den Leuten aus dem Ort. Meine Wenigkeit liegt dagegen unterm Auto, irgendetwas ist leck, beim Tankstop vorhin in Súðavík bildete sich eine kleine Öllache unterm Motor. Letzterer ist es zum Glück nicht, es ist die Servo, welche zu plötzlicher Inkontinenz neigt. Es scheint an den Leitungen zu liegen, irgendwo pisst das Servoöl raus. Ziehe die Verschraubungen nach, gehe anschließend photographieren. 

 

 

Ísafjörður ist nicht das Endziel des heutigen Tages, am Abend geht es weiter nach Bolungarvík; der Tunnel ist noch nicht eröffnet, es bleibt der alte Weg um Óshlíð herum. Die Aussicht hinüber zu den Jökulfirðir ist wie immer phantastisch, wird aber schon bald der Vergangenheit angehören, wenn der Weg aufgegeben wird. So wirklich schlimm ist es allerdings nicht, wie oft ist die Strecke in der Vergangenheit schon verschüttet gewesen. Ständig rieselt es von den steilen Berghängen, und im Winter gesellen sich Lawinen hinzu.

 

Heute erreichen wir Bolungarvík allerdings unbeschadet, nehmen Kurs auf den Zeltplatz im Ort, gelegen hinter dem Schwimmbad. Nachdem sich alle eingerichtet haben und das Abendbrot verspeist ist, geht es zu einem Oldtimerfan im Ort. In seiner Garage schlummert ein Käfer auf seine Wiederauferstehung. Naja, es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bislang steht der Krabbler in Einzelteilen verteilt in Garage und Garten.

 

Campingplatz Bolungarvík, rechts vorn der 73er Käfer von Kristín 

 

26. Juli: bílageymslu í Bolungarvík

27. Juli: Patro

28. Juli: Látrabjarg

29. Juli: Bjarkalundur

30. Juli - 2. August: Verslunnarmannahelgi 2010

03. - 07. August: keyra heim

 

 

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